Die wohl wichtigste Lernform des Hundes ist das Assoziationslernen – also das Prinzip von Ursache und Wirkung oder auch Reiz- und Reaktionsverhalten. Die Verknüpfungszeit des Hundes; beträgt allerdings nur ca. eine halbe Sekunde bis maximal eine Sekunde, zu dem eben gerade gezeigten Verhalten.Leider steht in sehr vielen Büchern, etwas anderes zur Verknüpfungszeit des Hundes und in welcher Zeit man einen Hund bestätigen muss, um eine Verknüpfung zwischen Reiz und Reaktion herzustellen.Man muss also sehr schnell sein, um den Hund so zu belohnen, damit er die Belohnung auch mit seinem gerade eben gezeigten Verhalten (zum Beispiel sich auf das Kommando Sitz –  hinzusetzen) genau damit verbindet.eigungstest Festigen des gelernten Verhaltens


Es ist wichtig, das gelernte Verhalten des Hundes weiter zu festigen. Würde ich, nachdem der Hund etwas gelernt hat die Belohnung aussetzen, so würde der Hund das Verhalten nicht mehr lange zeigen, da er ja keinen Nutzen /Belohnung davon hat, wenn er das Verhalten zeigt.

Deswegen geht man nach dem Erlernen eines Verhaltens oder eines Kommandos, in die Phase der Festigung über. Der Hund bekommt nicht jedes mal eine Belohnung für das gezeigte Verhalten sondern nur noch nach dem Zufallsprinzip, dabei Anfangs noch etwas mehr und dann immer weniger. Also bei 10 Übungen wird anfangs noch 6-8 mal belohnt, später baut sich das Belohnen immer weiter ab.

 

Lernen durch Nachahmen


Hunde lernen durch das Nachahmen von Verhaltensweisen, meist von älteren oder ranghöheren Hunden. Dies kann sowohl positiv als auch negativ geschehen.

Schäfer holen sich oft zu Ihrem älteren Hütehund einen jungen Hund mit dazu, somit lernt der jüngere Hund automatisch durch das abschauen und nachmachen des älteren Hütehundes.

Viele Hundehalter kennen aber auch die negative Seite, dass sich ein Junghund die unerwünschten Verhaltensweisen des älteren Hundes abschaut und diese nachahmt.

 

Positive Verstärkung


Es gibt viele positive Reize, mit denen man das eben gerade gezeigte Verhalten des Hundes  verstärken kann. Hierzu zählen das gesprochene Lob, Belohnung in Form von Leckerli oder das Spielen mit Spielzeug oder der Beißwurst. Die positive Verstärkung muss innerhalb der Verknüpfungszeit des Hundes erfolgen, um einen verstärkenden Effekt auf das Verhalten des Hundes zu haben. So setze ich die positive Verstärkung also dann ein, wenn ein Hund ein Kommando besonders schnell und sauber ausführt.

 

Negative Verstärkung


Die negative Verstärkung beruht auf der gegenteiligen Basis wie Schmerzen oder weitere unangenehme Verstärkungen die das Verhalten des Hundes weiter verstärken. Wichtig dabei zu wissen ist, dass sich die negative Verstärkung am Ende, wenn der Schmerz aufhört, sich für den Hund in eine positive Verstärkung umdreht.

In beiden Arten der Verstärkung steckt das Wort „Verstärkung“ d.h. beide Verhaltensweisen, ob positiv oder negativ verstärken das gezeigte Verhalten des Hundes.

 

Löschung von Verhalten


Das Löschen von Verhalten ist oft sehr langwierig und kann dauern. Am Besten lasst sich die Löschung von Verhalten erklären wenn es an der Tür klingelt.

Wenn es zuhause an der Tür klingelt, springen viele Hunde bellend auf und rennen zur Haustür. Für ihr momentan gezeigtes Verhalten, werden sie dann auch noch bestätigt durch den Hundehalter, seine Reaktionen oder durch den Besuch, sei es negativ als auch positiv.

Wenn nun diese Bestätigung nicht mehr erfolgt und das Verhalten des Hundes nicht mehr zum Ziel führt, wird dieses ursprüngliche Verhalten langsam gelöscht und der Hund wird das ursprüngliche Verhalten in Zukunft weniger zeigen.

Im Beispiel der Tür wäre das der Fall, wenn es klingelt, aber nichts passiert – keiner springt auf und geht zur Tür und es kommt auch kein Besuch, sondern es passiert gar nichts.

Der Hund wird nun immer heller bellen und sein Herrchen/Frauchen anschauen, weil er es doch gewohnt war, dass man zur Tür gehetzt ist. Wenn also nun nichts mehr passiert wenn es an der Tür klingelt, wird das ursprüngliche Verhalten also weiter gelöscht.

Das ursprüngliche Verhalten ist aber noch nicht wirklich gelöscht. Sieht der Hund sich nach Wochen erneut einer Situation ausgesetzt, in der er keine andere adäquate Lösung für sich selbst hat, wird er das alte Verhalten verstärkt ausprobieren. Bleibt man in diesen, in immer größeren Abständen wiederkehrenden, als „Löschungstrotz“ bezeichneten Phasen aber weiter konsequent hat man große Chancen das unerwünschte Verhalten dauerhaft und für immer abzustellen.