Heute war ich bei einem Hundehalter und seiner Familie, bei der heute ein neuer Welpe einziehen sollte und nun auch eingezogen ist.

Im Haushalt lebt seit zehn Jahren ein Collie-Rüde, der durch eine negative Beißattacke vor wenigen Jahren, nicht mehr so gut auf fremde Hunde zu sprechen war.

Heute sollte nun der neue Welpe einziehen und ich sollte den Einzug des neuen Welpen in das Reich des bisherigen Hausherren „Sammy“ begleiten.

Ich hatte eine Trainerin in der Ausbildung zur Hospitation mit dabei und man konnte sehr deutlich sehen, wie „Sammy“ den Welpen sofort gemaßregelt und in der Bewegung eingeschränkt hat und ihm erst nach und nach einen Bewegungsraum in der Wohnung frei gegeben hat.

 

Teil 1 – „Bewegungseinschränkung“!

Man konnte ganz deutlich die „Bewegungseinschränkung“ von „Sammy“ gegenüber des neuen Welpen sehen.

Der Welpe hat die Einschränkung sofort angenommen und in seiner Körpersprache mit Beschwichtigungssignalen kommuniziert, worauf der Hausherr „Sammy“ auch wieder mit Entspannung reagiert hat. „Von wegen, ich schenke Dir sofort meine Wohnung, meine Spielzeuge und mein Futter“!

 

Teil 2 – „Ressourcenkontrolle“!

Auch die „Ressourcenkontrolle“ konnte man später sehr deutlich im Küchen – und Futterbereich sehen und ganz deutlich erkennen.  „Sammy“ stand am Eingang der Küche als der kleine Mann auch das Futter gerochen hatte und mal dahin wollte.

Bereits ein Blick hat gereicht und der Welpe wusste was er zu tun hatte, „beschwichtigen und sich zu verziehen“!

 

Teil 3 – „Die rote Linie“!

„Die rote Linie“ erfährt der kleine Welpe morgen beim ersten Spaziergang.

„Sammy“ wird hier den Welpen hinter sich halten, da er den Wald kennt und nicht der Welpe.

Deswegen wird er den Anspruch erheben, dass der Welpe hinter ihm zu gehen hat.

Das geschieht rein, aus dem Schutzgedanken (Schutztrieb) gegenüber dem Welpen und nicht aus irgendwelchem Machtgehabe oder Gedanken nach dem Motto ich bin der Stärkere.

Klar tut es einem leid, wenn ein kleiner Welpe von seiner Mutter und Geschwistern getrennt wird und in ein ganz neues Lebensumfeld, in eine neue Familie und Rudel/Herde kommt und hier sofort wieder eingeschränkt wird aber so ist die Natur und so ist es richtig.

Wölfe, jagen Ihren Nachwuchs sogar weg; um ein neues Rudel zu bilden!

Für uns Menschen ist das natürlich sehr schwer zu verstehen.

 

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Der kleine „Sky“

Der Welpe „Sky“ hatte auch versucht ein sog. „Kontaktliegen“ in den Tagen zu bekommen, was „Sammy“ aber nicht zugelassen hat.

Dass, muss sich „Welpchen“ erst verdienen! 🙂

Wir Menschen, lassen leider sofort ein Kontaktliegen und sehr viele Zuneigung dem Welpen gegenüber zu oder geben diese sogar selbst, bevor der Welpe uns nicht mal einmal gegenüber „Respekt“ gezeigt hat.

Was den Hundehalter und die Familie sehr erstaunt hat war, …. dass es genau so funktioniert hat, wie ich es auf meiner DVD und meinem „Seminar Respekt“ beschreibe!

Viele Sequenzen davon, haben wir heute auf Video aufgenommen für unsere nächste Hundetrainerwoche, die übermorgen beginnt! „smile“-Emoticon

 

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FORTSETZUNG „Ein neuer Welpe zieht ein!“

Ich habe heute Morgen mit den Hundehaltern telefoniert und mich nach der „Roten Linie“ erkundigt.

Also es war so, dass „Sammy“ den Welpen auf den ca. 300 Metern bis in den Wald 3 x eingeschränkt und hinter sich gehalten hat. Der Welpe durfte nicht nach vorne gehen!

Als sie dann im Wald waren wurden beide Hunde abgeleint und es hat super funktioniert.

„Sammy“ hat sich dann um sich selbst gekümmert und die Welt beschnuppert.

Wenn „Welpi Sky“ sich also weiterhin so respektvoll verhält, wird er auch bald mal mit der ersten Spielaufforderung oder dem ersten zugelassenen „Kontaktliegen“ rechnen können.

Heute Abend, ein Telefonat mit den neuen Welpenbesitzern:

„Alles gut und funktioniert super“ 😉

 

4.Tag Zuhause

„Sammy“ und „Sky“ an Tag 4 nach dem Einzug.

„Ein Kontaktliegen“, wird noch nicht zugelassen“!

 

Einen tollen Kommentar gab es dann dazu:

„Thomas und Geli: Danke dass du da warst!“

Diesen Kommentar lesen Sie unten im Bericht als Kommentar!