Konditionierung oder Kommunikation?
Warum tut mein Hund nicht das, was er tun soll und warum lässt er nicht das, was er lassen soll?
Oder auch: "Warum reden Mensch und Hund ständig aneinander vorbei" ?
Also; ... was wirkt besser - die Konditionierung oder die Kommunikation in der Erziehung des Hundes?
Dabei könnte es doch so einfach sein, wenn wir eine gemeinsame Sprache sprechen oder wir zumindest den Hund verstehen würden.
In der Fragestellung sind zwei völlig unterschiedliche Kommunikationsebenen enthalten!
Nämlich das “Tu das” und das “Lass das“!
Bei der Konditionierung handelt es sich um antrainierte und erlernte Verhaltensweisen, wie zum Beispiel das Kommando Sitz!
Wir bewegen uns hier also ganz klar im Modus "Tu das"!
Wir bringen unserem Hund also bei, dass, wenn wir Sitz sagen, er sich hinsetzen soll. Meist bekommt er dafür eine Belohnung, also eine positive Verstärkung.
Unter Hunden gibt es das aber gerade nicht; das ein Hund zu einem anderen Hund “Sitz” sagt und dieser sich dann hinsetzen soll!
Die Konditionierung hilft uns also nur, dem Hund etwas beizubringen; jedoch nicht ihm ein unerwünschtes Verhalten abzugewöhnen, denn dabei kann die Konditionierung nur sehr bedingt helfen.
In der Kommunikation spricht zum Beispiel die Mutterhündin mit dem Welpen oder “sprechen” Hunde untereinander nur in dem Modus “Lass das”!
Unerwünschtes Verhalten wird also sofort über ein “Lass das” abgestellt.
Dies ist eine reine Körpersprache - ohne jegliche Sicht oder Hörzeichen und ohne jegliche Hilfsmittel oder gar Leckerlie.
Nun gibt es im Zusammenleben im Verbund oder auch “Rudel” mit Mensch und Hund aber oft auch Probleme, wie Ziehen an der Leine, unerwünschtes Bellen wenn es an der Haustür klingelt, das Angreifen von Artgenossen usw. .
Doch wie lösen wir diese Probleme dann?
Wir müssen einfach erkennen was für diesen Hund, der richtige Ansatz für dieses Problem ist.
Ist es ein Problem, was man über die Konditionierung lösen kann oder handelt es sich um ein Problem, das man über die Kommunikation lösen muss?
Das Verständniss aus der Sicht des Hundes: Der Welpe hat für ihn eine ganz klare Sprache von seiner Mutterhündin gelernt und erfahren. Er hat ganz klar gelernt, dass es Regeln und Grenzen für ihn gibt! Wenn er diese nicht befolgt, gibt es eine ganz klare Zurechtweisung seiner Mutterhündin im Modus “Lass das"!
Diese Sprache versteht der Hund, denn das ist seine natürliche Sprache, eben “hündisch”.
Wenn wir also lernen “hündisch” zu denken, dann können wir auch “hündisch” mit unserem Hund umgehen.
Dieses Wissen vermittle ich ihnen auch gerne in meinen Seminaren.
Das Seminar zu diesem Thema:
“Wie verschaffe ich mir Respekt bei meinem Hund? – Aber in der Sprache des Hundes!”











